Die Kraft der Pause

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Die vergangenen Monate waren fordernd. Pandemie, Lockdown, Digitalisierung des Unternehmens. Anfang Juli dann das Gefühl der Erleichterung, alles gut bewältigt zu haben und eine gewisse Müdigkeit. Auch all die Informationen und Geschichten, die über alle möglichen Kanäle tagtäglich auf mich einprasseln (nur damit hier kein Missverständnis aufkommt: Ich liebe das eigentlich sehr!), haben mich erschöpft.

Neue Corona – Cluster und Infektionszahlen, Bilder von Menschen auf dem Berggipfel, beim Fasten, am Meer, am Badesee, Bewegungstipps, Ernährungstipps, Buchtipps, Tipps gegen die Hitze, Empfehlungen für die richtige Entspannung, den perfekten Lidstrich und eine gesunde Haut, die tägliche Prise Donald Trump… zwischen all diese Geschichten und mein eigenes Leben wollte ich einen gewissen Abstand bringen. Ich benötigte eine Pause.

Also stellte ich mein Phone auf „Flugmodus“, legte es im Hotelzimmer in den Safe und wartete darauf, was in meinem Kopf passiert.

Wird mir Instagram fehlen? Werde ich das Gefühl vermissen, erreichbar zu sein? Kann ich ohne Podcasts, Zeitungen und News existieren? Schaffe ich es, keine Fotos zu machen? Halte ich es aus, mich für eine Weile von allem zurückzuziehen? Nichts zu posten, nichts zu zeigen, nichts zu kommentieren?

Gerne würde ich an dieser Stelle über meine innere Zerrissenheit zwischen Schneckenhaus und Zirkuspferd schreiben oder davon, wie ich in der Nacht schweißgebadet aufwache, den Safe öffne und mit zittrigen Fingern das Handy herausklaube. Schön wäre auch ein Bericht über die zahlreichen Verhandlungen, die ich mit mir selbst geführt habe und am Ende derer die Erlaubnis gestanden wäre, das Handy nach zwei Tagen ausnahmsweise doch benützen zu dürfen.

Leider aber muss ich alle, die dies hier lesen, enttäuschen. Nichts von alledem ist eingetreten. Ich glaube, ich habe zeitweise sogar vergessen, dass Dinge wie Social Media, Emails und Medien existieren und ich jemals Besitzerin von Dingen wie Mobiltelefon und  Laptop gewesen bin. (Wobei vor allem Letzteres angeblich auch in den besten Kreisen hin und wieder vorkommen soll. Aber das ist ein anderes Thema).

Ich habe vieles gemacht in dieser Woche. Bin Stand Up gepaddelt, geschwommen, Rad gefahren, habe gelesen, gut gegessen und viel gelacht. Eines habe ich jedoch in keiner Sekunde getan: Die Außenwelt vermisst.

Umso schöner ist es, nun wieder hier zu sein. Denn so ist es nun einmal: Nur, wer sich hin und wieder Pausen gönnt, kann auch in der Zeit zwischen diesen aus dem Vollen schöpfen!

 

Daniela

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