BEZIEHUNGS – WEISE

Welches Wort ich für immer mit diesem Sommer verbinden werde? BEZIEHUNG.

In den letzten Wochen ist mir (wieder einmal) bewusst geworden, wie wertvoll tiefe, wahre Freundschaften sind. Ich gehe sogar so weit zu sagen: Echte gute Freunde sind die einzige Sicherheit, die wir haben. Jobs können gekündigt werden, Liebesbeziehungen zerbrechen – solange du echte Freunde an deiner Seite hast, wirst du sämtliche Krisen gut überstehen.

Ich habe in diesem Sommer so viel Zeit mit meinen Freundinnen verbracht wie schon lange nicht mehr und das war (ist) ganz einfach nur schön. Mehrmals pro Woche habe ich eine von ihnen gesehen: Zum Frühstück, zum Eis essen, zum Abendessen, zum Spazierengehen, zum gemeinsamen Konzertbesuch und um einen schönen Tag am See zu verbringen.

 

Außerdem hatten einige meiner Freundinnen in diesen Sommermonaten Großes zu feiern: Runder Geburtstag, Beziehungsjubiläum und Housewarmingparty. Ich habe so manchen wunderschönen (und langen!) Abend erlebt in den letzten Wochen!

Es gibt nichts Besseres als Menschen um sich zu haben, von denen man in seiner Gesamtheit gesehen wird – und die man sieht. WIRKLICH sieht.

Außerdem ist etwas passiert, das im Erwachsenenalter eher selten vorkommt: Ich habe eine richtig gute Freundin dazugewonnen: K.

Die meisten meiner Freundinnen kenne ich seit Jahren. Sie sind schon eine recht weite Strecke mit mir gegangen, haben so manches Hoch und auch einige Tiefs miterlebt.

Sie haben mich scheitern sehen und mit mir gefeiert, wenn etwas richtig gut gelaufen ist. Sie waren dabei, wenn ich mich neu verliebt habe und sind mir beigestanden, wenn mein Herz gebrochen war.

Sie sind die Zeitzeuginnen meiner guten Phasen und meiner nicht so guten.

Es fällt mir immer schwerer, Menschen, die neu in mein Leben treten, genauso zu vertrauen wie meinen „alten“ Freundinnen. Bei K. aber fällt es mir ganz leicht. Mit ihr könnte ich tagelang durchreden. Es ist, als hätten wir einander immer schon gekannt und ich weiß, dass wir uns auch gemocht hätten, wären wir uns mit 24 über den Weg gelaufen. Wir teilen die gleichen Werte, interessieren uns für die gleichen Dinge und ticken ähnlich. Ist das nicht ein riesiges Geschenk?

Werde ich mit 80 an meine aktuelle Lebensphase und an die Person zurückdenken, die ich heute, also im Alter von 41, bin, so werde ich mir denken, wie unfassbar schön das doch alles gewesen ist.

Ich werde mich daran erinnern, wie gesund und stark ich mich gefühlt habe. Daran, wie viel Freude mir meine Arbeit gemacht hat – und daran, wie großartig es war, so viele liebe Menschen, mit denen ich mich tief verbunden fühle, um mich zu haben.

Genau daran denke ich, wenn mich eine Freundin gerne treffen möchte und ich eigentlich zu müde bin oder zu faul um aus dem Haus zu gehen: Irgendwann ist diese Freundin – aus welchem Grund auch immer – vielleicht nicht mehr da. Und: Es wird der Tag kommen, an dem eine von uns nicht mehr am Leben ist.

Als ich K. letztens von dieser These erzählt habe, hat sie sich beinahe an ihrem Getränk verschluckt. Gewirkt aber hat meine Geschichte: Obwohl wir beide immer viel um die Ohren haben und uns auch ohneeinander alles andere als langweilig wäre, nehmen wir uns Zeit füreinander, so oft es geht.

Auch, wenn wir eigentlich beide zu müde sind.

Auch, wenn gerade irgendein total wichtiges Projekt fertig zu stellen ist.

Dieser Freundschaft keine Zeit und keinen Raum zu geben, wäre, als würde man einen Lotto Sechser nicht abholen.

Das gilt übrigens für all meine Freundschaften!

Auch zu einer anderen Sache in meinem Leben habe ich die Beziehung vertieft: zu meiner Arbeit.

Ich habe in diesem Sommer ziemlich unterrichtet und gecoacht – und ich liebe es.

Andere zum Strahlen zu bringen ist etwas Wundervolles.

Jeder Mensch hat der Welt etwas Wertvolles zu sagen.

Allerdings tun es die wenigsten.

Inspirierend vor und zu anderen zu sprechen klingt für viele in etwa so kompliziert wie ein Flug zum Mond. Dabei ist es ganz einfach. Man braucht nur ein paar Werkzeuge, die tatsächlich funktionieren – und ein wenig Mut.

Herauszufinden, welches Werkzeug für wen am Hilfreichsten und am Zielführendsten ist, macht mir riesigen Spaß. Manchmal ist es die Arbeit am Atem, manchmal die Arbeit an Stimme oder Körpersprache. Manchmal sind es sprechtechnische Tools, manchmal geht es darum, den Weg in die körperliche Wohlspannung zu finden. Manchmal ist es eine innere Haltung, die es zu verändern gilt.

Ganz oft ist es eine Mischung aus alldem.

Zurzeit habe ich in meiner Arbeit einen hohen Anspruch an mich: Es ist mir wichtig, mich auf jeden Menschen, der zu mir kommt, voll und ganz einzulassen. Präsent zu sein und mein Gegenüber konzentriert und in seiner / ihrer Vollkommenheit zu sehen.

Nur dann weiß ich auf einmal, welche Übung oder welcher Gedanke ihm oder ihr zu mehr Selbstbewusstsein verhilft und das Sprechen vor anderen erleichtert.

Ich übe mich sozusagen in der Kunst der Aufmerksamkeit.

Ich bemühe mich, jedem mit „Anfängergeist“ zu begegnen. Der Begriff „Anfängergeist“ kommt aus dem Zen – Buddhismus und bedeutet, dass man alles, was man tut, so ausführt, als wäre es das erste Mal: achtsam, unvoreingenommen und neugierig.

*

Die Atemübung der Woche fördert – passend zum Thema „Beziehungen“ Offenheit und Kommunikationsbereitschaft.

Sie heißt Arme und Schultern nach hinten dehnen“ und funktioniert so:

–          Aufrecht sitzen oder hüftknochenbreit und parallel mit lockeren Knien stehen.

–          Die Arme sind in Schulterhöhe zur Seite ausgebreitet, die Handflächen zeigen nach vorne.

–          Die Arme nach hinten bewegen, indem die Handflächen nach oben gedreht werden. Die Schultern dehnen sich dabei zurück.

–          Den Kopf sanft nach hinten neigen, den Unterkiefer locker lassen.

–          Die Dehnung lösen und wieder in die Ausgangshaltung zurückkommen.

–          Der Atem strömt beim Nach hinten – Dehnen ein, der Ausatem strömt beim Lösen aus.

–          Den Ausatem auf einem stimmlosen „Huh“ ausströmen lassen.

–          Einige Male wiederholen.

Um Euch das Üben zu erleichtern, gibt es „Arme und Schultern nach hinten dehnen“ auch als Video:

*

Ich Kraft – Podcast mit Michaela Russmann

Für den Podcast habe ich diesmal Michela Russmann getroffen. Sie ist Autorin, Unternehmerin und Rohkost – Expertin. Seit Neuestem leitet sie im 3. Bezirk in Wien einen Ort, der so vieles in einem ist und an dem man alles bekommt, daseigene Wohlbefinden steigert: Bio Restaurant und Bar, Naturkosmetik, Massagen, Physiotherapie, ärztliche Beratung und gesundheitliche Begleitung. Dieser ganz besondere Ort heißt „Mia Via“ (www.miavia.com) und ist ein weiterer spannender Abschnitt auf Michaelas Lebensweg.

Was man von Michaela lernen kann? Wie ein Leben in Balance funktioniert, wie eine erfüllte Partnerschaft gelingen kann, wie man es schafft, sich immer wieder neu zu erfinden und mutig den unternehmerischen Alltag stemmt. Und natürlich geht es auch darum, wie man seinen Körper durch die „richtige“ Ernährung gesund halten kann.

Ich wünsche Euch viel Freude mit unserem Gespräch!

Bei iTunes anhören

 

Lese – Empfehlung

Das Thema „Freundschaft und Beziehungen“ spielen auch in dem Buch, das ich euch heute ans Herz legen möchte, eine große Rolle:

„Einfach losfahren“ von Fabio Volo

Ich habe euch von diesem Buch schon einmal erzählt, es ist nämlich eines meiner All time favourites.

Vor Kurzem ist es mir wieder einmal in die Hände gefallen. Es geht darin um Michele, der eines Tages beschließt, den genau festgelegten Fahrplan seines Lebens zur verlassen. Es geht auch um seinen Freund Federico, der schon länger weiß, dass er eines ganz bestimmt nicht will: einfach nur vor sich hinzuleben. Und schließlich geht es darum, herauszufinden, was das eigene Leben lebendig macht – und was es heißt, zu lieben.

Kaum ein anderes Buch hat mich jemals so berührt, durch kaum ein anderes Buch habe ich jemals so vieles über das Leben gelernt.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit und freue mich über Eure Fragen und Anregungen an office@freiraum-kommunikation.at.

Daniela

 

Mehr über meine Seminare und Einzeltrainings könnt Ihr auf www.freiraum-kommunikation.at erfahren.

Die Bilder hat, wie so oft, Andrea Sojka gemacht. Die Kleidung, die ich auf den Bildern trage, stammt von meiner Freundin und Lieblingsdesignerin MICHÈL MAYER (www.michelmayer.at)

 

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